Sonntag 23. August 2009
Ladegut (fast) zum Nulltarif: So gestalten Sie einen Moniereisen-Transport

Moniereisen als vorbildnahes Modelleisenbahn-Ladegut in einfachen Schritten selbst erstellen

Bewehrungsstahl für das Gießen von Beton-Bohrpfählen (Foto Luigi Chiesa, lizenziert unter GNU Free Documentation License)

Bewehrungsstahl für das Gießen von Beton-Bohrpfählen (Foto Luigi Chiesa, lizenziert unter GNU Free Documentation License)

Der Sommer 2009 wird auch dem einen oder anderen Modellbahner durch das vermehrte Auftreten von Insekten in Erinnerung bleiben (unter anderem hatten Wespen ein Nest in das Dach unseres Redaktionssitzes gebaut). Eines der effizientesten Mittel gegen flugfähige Plagegeister ist ein Fliegengitter. Das jedoch kann auch zu Modellbahnzwecken dienlich sein, denn aus Resten einer Fliegengittermontage lässt sich extrem preiswertes und sehr realitätsnahes Ladegut erstellen.

Denn der Gitterabstand des handelsüblichen Fliegengitters lässt insbesondere in den mittleren Modellbahnmaßstäben eine Verwendung als Modell-Moniereisen (auch: Bewehrungseisen, Betonstahl, Armierungseisen, engl. "rebar") zu. Moniereisen dienen der Verstärkung von Stahlbetonbauteilen und werden nach dem Einbau eine Verschaltung einbetoniert. Um einen Moniereisentransport auf Ihrer Modelleisenbahn nachzubilden, eignen sich zwei- oder vierachsige Rungenwagen besonders gut. Gehen Sie in diesen Schritten vor:

  1. Schneiden Sie Stücke des Fliegengitters rechteckig passend zu dem betreffenden Güterwagen zu. Das geht am besten mit einer Blechschere, notfalls mit einem Seitenschneider.
  2. Stapeln Sie so viele Fliegengitter-Stücke übereinander, dass der Stapel eine Höhe bis fast zum oberen Ende der Rungen hat.
  3. Dann folgt die farbliche Behandlung, dabei können Sie sich für Grautöne oder Braun entscheiden. Um einen braunen, angerosteten Look zu erzeugen, behandeln Sie den „Moniereisenstapel“ mit brauner Rost-Farbe. Ideal für den Farbauftrag ist der Einsatz von Airbrush, aber mit dem Pinsel geht es natürlich auch.
  4. Verzurren Sie abschließend das Ladegut mit sehr dünnen Fäden auf dem Waggon. Entsprechend dem Vorbild dürfen diese "Spanngurte" nicht nur schwarz sein, sondern dürfen auch auffällige Farben haben.
Von: RR
 
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