Sonntag 06. Oktober 2019
Gratis-Broschüre für Ihren kreativen und sicheren Einstieg ins 3D-Drucken

Im Modellbau spielt der 3D-Druck inzwischen eine wichtige Rolle, sowohl bei den kommerziellen Herstellern wie auch immer häufiger bei Modellbahn-Clubs und privaten Modelleisenbahnern. Eine kostenlose BAuA-Broschüre gibt Tipps für private Einsteiger in das faszinierende Thema 3D-Druck.

Der FreeSculpt 3D-Drucker EX2-Basic mit Dual-Extruder ermöglicht den Druck mit 2 Filamenten gleichzeitig! Damit realisieren Sie auch zweifarbige oder bewegliche Modelle (Foto: www.pearl.de)

Der FreeSculpt 3D-Drucker EX2-Basic mit Dual-Extruder ermöglicht den Druck mit 2 Filamenten gleichzeitig! Damit realisieren Sie auch zweifarbige oder bewegliche Modelle (Foto: www.pearl.de)

Der 3D-Druck hat längst die industrielle Anwendung verlassen. Fallende Preise und die fortschreitende technische Entwicklung ermöglichen einen immer größer werdenden Einsatz additiver Fertigungsverfahren im privaten Umfeld. Dabei darf die Sicherheit der Anwender und der Produkte nicht auf der Strecke bleiben.

Deshalb hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) die baua: Praxis "Produktsicherheit beim 3D-Druck – Tipps für private Verwenderinnen und Verwender" veröffentlicht. Die Broschüre gibt einen Überblick über die Technik des 3D-Drucks. Sie erläutert, was für die Sicherheit wichtig ist, wenn Geräte gekauft, betrieben und gedruckte Produkte verwendet werden. Zudem behandelt sie den rechtlichen Rahmen.

Mit dem 3D-Druck lassen sich kreative Ideen buchstäblich in Form bringen. Mittlerweile gibt es unzählige Drucker, digitale Druckvorlagen und Materialien auf dem Markt. Auch in öffentlichen MakerSpaces können private Nutzer Alltagsgegenstände oder Designprodukte drucken. Jedoch sollte dabei immer die Produktsicherheit im Auge behalten werden. Drucker, Druckvorgang, eingesetzte Materialien und hergestellte Produkte müssen sicher sein, damit sich Gesundheitsgefahren ausschließen lassen. Die baua: Praxis geht dazu vertiefend auf die drei Aspekte Sicherheit beim Kauf, sicheres Drucken und rechtliche Pflichten ein.

Einführend gibt die Broschüre einen Überblick über die Technik des 3D-Drucks und die gängigsten Verfahren. 3D-Drucker sollten am besten von namhaften Herstellern gekauft werden. Wird ein Drucker angeschafft, müssen Betriebsanleitung und Datenblätter vorhanden sein. Bei Geräten mit offenen Systemen lassen sich die Sicherheitsfunktionen besser einsehen und kontrollieren. So lässt sich beispielsweise eine Überhitzung vermeiden. Weiterhin wichtig:

  • Es sollten nur thermoplastische Kunststoffe (Filamente) eingesetzt werden, für die der Drucker ausgelegt ist.
  • Eine ausreichende Belüftung beugt Gefährdungen durch schädliche Dämpfe vor, die beim 3D-Druck freigesetzt werden können.
  • Entflammbare Gegenstände in der Nähe des Druckers können sich beim Druckvorgang entzünden.
  • Vorsicht bei Produkten, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Hier können sich in den Rillen von gedruckten Objekten Keime ansiedeln.
  • Produkte aus Kunststoff können ihre Form verlieren, wenn sie in der Nähe von Wärmequellen eingesetzt werden.

 

Zwei Checklisten helfen Ihnen beim Kauf und beim sicheren Betrieb von 3D-Druckern. Auch die rechtlichen Pflichten sollten bedacht werden. Wer Drucker oder gedruckte Produkte geschäftsmäßig auf dem Markt bereitstellt, ist ein Wirtschaftsakteur mit weitreichenden Pflichten. Dann muss beispielsweise das Produkt vorschriftsmäßig hergestellt und gekennzeichnet sein. Außerdem haftet man dafür, wenn es anderen Personen oder Sachen Schaden zufügt. Wer diese Risiken nicht eingehen will, sollte den 3D-Druck nur für den privaten Bedarf nutzen und nichts anbieten oder verkaufen.

Die baua: Praxis "Produktsicherheit beim 3D-Druck – Tipps für private Verwenderinnen und Verwender" erhalten Sie als kostenlosen PDF-Download und als Printversion im Webshop der BAuA.

Von: Pressemeldung BAuA
 
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