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Dienstag 21. April 2020
WARNUNG! Bei diesem Modellbahn-Fakeshop verlieren Sie Ihr Geld und Ihre Daten

Zu den miesen "Geschäftsmodellen" im Internet gehören Fake-Shops. Und täglich werden Fake-Shops aufgemacht, es wird abkassiert, und dann wird der vermeintliche Shop einfach wieder geschlossen. Ein Fake-Shop, der ausführlich mit Modellbahn-Artikeln lockt, ist allerdings etwas Neues.

Wer bei diesem Fake-Shop kauft, bekommt keine Ware - und das ist noch lange nicht alles

Wer bei diesem Fake-Shop kauft, bekommt keine Ware - und das ist noch lange nicht alles

Gefälschte Verkaufsplattformen im Internet werden als "Fake-Shops" bezeichnet. Die Aufmachungen solcher "gefakten" Internet-Shops vermitteln dem Betrachter einen seriösen und professionellen Eindruck.

Sie locken Käufer meist mit fast unschlagbar niedrigen Preisen, in Zeiten von CoViD-19 aber vor allem mit dem Versprechen, extrem nachgefragte Dinge wie Toilettenpapier, Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe, Atemschutzmasken und Ravioli in Dosen zu liefern. Modelleisenbahn-Artikel als Lockmittel traten in Fake-Shops bislang nicht besonders in Erscheinung.

Doch auch die bösen Buben im Internet haben inzwischen gemerkt, dass Modellbahnen und Zubehörartikel ein nachgefragtes und teures Handelsgut sind. Wenn gelockt wird mit 70 % Preisnachlass und beispielsweise eine LGB-Lok statt viele Hundert Euro angeblich für 54,99 € zu haben ist, dann siegt bei manchen Interessenten die Gier über den Verstand.

Einen solchen Fake-Shop hat die Redaktion Modellbahntechnik aktuell bei Recherchetätigkeiten entdeckt und den zuständigen Behörden gemeldet. Es handelt sich um "Little Love Toys", an dem Online-Shop an der Adresse tilbud.kendricklouis.com ist allerdings garnichts Liebevolles. Der Link ist an dieser Stelle absichtlich nicht aktiv, am besten öffnen Sie die Seite garnicht.

Denn die Betreiber haben von vorne herein nicht vor, ein seriöses Handelsgeschäft zu betreiben. Entweder sind ihre Produkte qualitativ minderwertig oder es gibt schlicht garkein Produkt. Denn meist bestehen "Fake-Shops" einzig aus Produktbildern, die von anderen Online-Shops, Online-Auktionshäusern, amazon oder den Produktherstellern kopiert wurden. Ein Shop und somit Waren existieren in den allermeisten Fällen überhaupt nicht.

Darum sind Fake-Shops so gefährlich

In einem Fake-Shop nach interessanten Artikeln zu stöbern, stiehlt Ihnen zunächst einmal völlig sinnlos die Zeit. Das ist aber das harmloseste Problem, denn es drohen die folgenden, massiven Gefahren:

  1. Wenn Sie in einem Fake-Shop kaufen, verlieren Sie das bezahlte Geld.
  2. Sie erhalten in den meisten Fällen gar keine Warenlieferung, manchmal auch minderwertige "Ersatzlieferungen", um den Anschein eines tatsächlichen Geschäftsbetriebs möglichst lange aufrecht zu erhalten.
  3. Die Daten, die Sie zur Geschäftsabwicklung eingegeben haben, werden gesammelt und weiterverkauft. Massive E-Mail-Spam-Zusendungen mit teils gefährlichen Inhalten sind die Folge.
  4. Mit Ihren Daten als vermeintlicher Absender werden möglicherweise Phishing-Attacken und weitere kriminelle Tätigkeiten ausgeführt. Das kann eine Menge Ärger nach sich ziehen.

Nur schwer sind solche gefakten, imitierten Shops teils an einem einheitlichen Auftreten sowie einer ähnlichen Gestaltung der Web-Seite erkennbar. Das hinterlegte Impressum solcher „Fake-Seiten“ ist in der Regel eine Totalfälschung. Die aufgeführten Daten sind erfunden oder werden von real existierenden Web-Seiten oder Personen entnommen, die in keinem Zusammenhang mit der abgebildeten Web-Seite stehen.

Von einem solchen, nicht reellen Internet-Shop wird dem potentiellen Besteller als Bezahlmöglichkeit unter anderem angeboten, das Geld direkt zu überweisen, die Ware in einer nicht existenten Filiale abzuholen oder per PayPal zu bezahlen. Bei der Auswahl der Zahlung per PayPal erscheint in der Regel dann allerdings der Hinweis, dass dies momentan aufgrund technischer Schwierigkeiten (oder auch aus anderen Gründen) nicht möglich sei. Der Kunde wird dann vorwiegend die Direktüberweisung wählen.

So bezahlen Käuferinnen und Käufer meistens im Voraus für Waren, die es eigentlich gar nicht gibt. Da viele "Fake-Shops" optisch durchaus seriös gestaltet sind, können Online-Shopper diese oft nicht sofort erkennen. Wer im Internet einkaufen will, sollte daher folgende Ratschläge beachten, um nicht Fake-Shops aufzusitzen:

So fallen Sie auf Fake-Shops im Internet nicht herein

  • Tätigen Sie keine Spontankäufe: Vergleichen Sie den Preis des Produkts bei anderen Anbietern, wie beispielsweise beim Händler vor Ort. Betrüger locken ihre Opfer typischerweise mit unwahrscheinlich niedrigen Preisen.
  • Wenn bestimmte Waren an mehreren Quellen des örtlichen Handels nicht lieferbar sind, sind sie es bei einem unbekannten Händler im Internet wahrscheinlich auch nicht. Oder die Ware ist aus einer dubiosen/kriminellen Quelle und man kann als Käufer sogar noch eine Menge Ärger bekommen.
  • Informieren Sie sich über den gewählten Online-Shop: Geben Sie den Namen des Online-Shops in eine Suchmaschine ein, dadurch können Sie gegebenenfalls negative Erfahrungen anderer Kunden herausfinden.
  • Nutzen Sie kostenfreie Online-Dienste und Programme, die die bekanntesten "Fake-Shops" im Internet aufzeigen. So werden beispielsweise auf der Webseite polizei-praevention.de regelmäßig neu bekannt gewordene "Fake-Shops" veröffentlicht.
  • Wählen Sie sichere Zahlungswege: der Kauf auf Rechnung kann vor Betrug durch "Fake-Shops" schützen. Getätigte Überweisungen können nur innerhalb einer Stunde rückgängig gemacht werden. Beim Lastschriftverfahren dagegen können vorgenommene Abbuchungen noch nach einigen Tagen storniert werden (informieren Sie sich für genauere Angaben bei Ihrer Bank).
  • Nutzen Sie beim Online-Kauf keine riskanten Zahlungsdienste wie Western Union, paysafe oder Ukash. Kein Einkauf bei Zweifel: Wenn Sie unsicher sind, kaufen Sie am besten gar nicht im gewählten Shop. Sie sollten das gewünschte Produkt nur beim Händler – natürlich auch einem Online-Händler – Ihres Vertrauens erwerben.

 

Wenn Sie bei Ihren Hobby-Recherchen einen Fake-Shop endeckt haben, schützen Sie am besten sich und andere Modellbahner und melden Sie den Betrugs-Shop an einen der folgenden Kontakte:

 

LGB Gartenbahn bei Amazon 

 

 

Von: Rudolf Ring / Redaktion
 
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