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Mittwoch 23. Juli 2008
Schnellste Zugverbindung der Welt für Olympia

Hochgeschwindigkeitszug CHR3 von Siemens soll in China ab 25. Juli mit 350 km/h im Linienbetrieb fahren

CHR3 auf der Teststrecke mit bis zu 394 km/h

Der neue chinesische Hochgeschwindigkeitszug CHR3 von Siemens auf der Teststrecke

Ab dem 25. Juli wird die schnellste Zugverbindung der Welt zwischen Beijing und der Olympiastadt Tianjin in Betrieb gehen. Auf der 115 Kilometer langen Strecke werden die neuesten Hochgeschwindigkeitszüge der Welt unterwegs sein.

Geplant ist eine Geschwindigkeit von 350 Kilometer pro Stunde und damit eine Verkürzung der Fahrzeit von einer Stunde auf 20 Minuten. Der CRH3 - wie der Zug in China heißt - wird damit der schnellste Zug der Welt, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner Online-Ausgabe.

China will bis 2015 sein Hochleistungsschienennetz auf 10.000 Kilometer ausdehnen.

"Erst vor kurzem hat der CRH3 mit 394,3 km/h einen neuen chinesischen Schienen-Rekord gesetzt", so Anja Süssner, Pressereferentin von Siemens-Verkehrstechnik , gegenüber pressetext.

Drei Zuggarnituren wurden in Deutschland gefertigt, die restlichen 57 wurden vom chinesischen Partnerunternehmen Tangshan Locomotive & Rolling Stock Works gebaut.

Der Zug basiere auf dem Konzept des ICE3 der Deutschen Bahn.

Die Baukosten der neuen Strecke zwischen den olympischen Austragungsorten, die in europäischer Normalspur errichtet wurde, betragen rund 2,9 Mrd. Dollar.

Die Waggons des Zuges sind breiter als jene des ICE und erlauben damit eine Bestuhlung von fünf nebeneinander liegenden Sitzen. In Testberichten werden die Laufeigenschaften des Zuges als hervorragend beschrieben.

Er zeichnet sich durch hohen Fahr- und Federungskomfort aus, bietet großzügige und breite Durchgänge sowie zahlreiche technische Features wie mehrsprachige Fahrgastinfosysteme und Unterhaltungssysteme.

Die Strecke ist so ausgelegt, dass theoretisch alle drei Minuten eine Garnitur, die bis zu 600 Passagiere befördern kann, unterwegs sein kann.

Bei den Ticketpreisen will man in China ein erträgliches Maß beibehalten. Die Benutzung des Zuges soll im Rahmen dessen bleiben, was für die Bevölkerung annehmbar sei, heißt es aus dem Transportministerium in Chinas Hauptstadt.

"Die Fahrgeschwindigkeit im Betrieb wird den Zug zum schnellsten der Welt machen", erklärt Zhang Shuguang, Direktor des Eisenbahnministeriums. In Frankreich habe es zwar Testläufe mit Zügen gegeben, die mehr als 500 km/h schnell waren, aber das wären eben nur Tests gewesen.

Wie lange der chinesische CRH3 Weltmeister bleibt, ist äußerst fraglich, denn die Neubaustrecke Madrid Barcelona - auf der auch Siemens Velaro-Züge unterwegs sind - soll auf 350 km/h angehoben werden.

Von: MAB