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Dienstag 01. November 2011
Optische Modellbahn-Genüsse - Schauanlagen der Faszination Friedrichshafen

Zehnte Faszination Modellbau in Friedrichshafen vom 4. bis 6. November 2011

Das Bahnbetriebswerk der Clubanlage „Endenich“ des Modelleisenbahnclub Bonn e.V.

Das Bahnbetriebswerk der Clubanlage „Endenich“ des Modelleisenbahnclub Bonn e.V.

Die Modellbahnanlagen sind ein besonderer Augenschmaus für die Besucher der „Faszination Modellbau Friedrichshafen 2011“. In unterschiedlichsten Spurgrößen zeigt die Messe zahlreiche liebevoll gestaltete Modellbahn-Landschaften, die zumeist im Vereinsrahmen erstellt werden. Oft liegt ein besonderer Ehrgeiz der Erbauer in der Vorbild- und Detailtreue, was es für die Besucher spannend macht, immer neue Szenen und unentdeckte Kleinode der Anlagen zu entdecken. Technisch anspruchsvoll gestaltet, sind sie auch in dieser Hinsicht ein echter „Hingucker“. Einige der Anlagen, die zu sehen sein werden, stellen wir Ihnen hier vor:

Spur: H0
Modelleisenbahnclub Bonn e.V.
Anlagengröße: 10,5x5,5 Meter
Thema: Die MEC-Clubanlage „Endenich“

Die Clubanlage „Endenich“ist eine mit Win-Digipet digital (DCC) gesteuerte Rechteckanlage des Maßstabes H0, zusammengesetzt aus 30 Modulen (größtes Ausmaß: 10,1 x 5,6 m, Modultiefe von 0,6 bis 1,8 m). Als Digitalzentrale kommt die Ecos von ESU zum Einsatz (z. Zt. sind 17 Loks/Züge im Zugriff). Zusätzlich befindet sich eine Straßenbahnlinie auf der Anlage, die per Pendelzug-Steuerung betrieben wird und den Stadtkern über die Hauptstraße in einer Länge von knapp 10 Metern befährt. Ein Straßenbahndepot und Bahnbetriebswerk runden die Anlage ab. Die 41 Weichen werden mit Servos der Fa. Conrad betrieben. Zwei Bahnhöfe, Endenich mit 6 und Feldafing mit 4 Gleisen, befinden sich auf der Anlage. Eine 2 m lange Stahlträgerbrücke überspannt den Eingangsbereich für das Bedienerpersonal.

Spur: H0
Kooperation „Holz auf der Spur“, Villingen-Schwenningen
Anlagengröße: 1,5x5,5 Meter
Thema: Holz auf der Spur

Der Modelleisenbahn-Club Bonn hat sich ganz dem Holz verschrieben. Was oft nur als Dekoration in Form von einigen Bäumen oder Wäldchen auf einer Eisenbahnanlage zu finden ist, steht hier absolut im Mittelpunkt der 11-teiligen Modulanlage „Holz auf der Spur“. Bei der bundesweit einmaligen Anlage zu Forst und Holz fallen besonders die ca. 1.000 maßstabsgetreu verlängerten und optimierten Fichten, Kiefern und Tannen ins Auge, welche in Verbindung mit  zahlreichen Laubbäumen die Vielfalt des Waldes detailliert zur Wirkung bringen.

Als Besuchermagnet erweist sich die Darstellung einer Sicherheitsfällung an einem Tunnelportal durch ein interaktives Funktionsmodell mit Sound. Der Fällvorgang des Baumes fast in Echtzeit wurde von vier Schülern des Villinger Gymnasium am Hoptbühl im Rahmen einer Facharbeit im Fach Naturwissenschaft und Technik entwickelt und gebaut. Die Motive für die Anlage entstammen dem Südschwarzwald, so auch das exzellent getroffenen Modell des Wutach-Viaduktes der „Sauschwänzlebahn“. Auch die Beladung der Güterwaggons und Lkw in der Epoche VI zeigt sich vom Feinsten: Züge und Lkw mit detailgetreu beladenem und verzurrtem Lang- und Kurzholz bringen den einzig nachwachsenden Rohstoff Holz zum modernen Sägewerk.

Spur: H0
Lippstädter Eisenbahnfreunde 1984 e.V.
Anlagengröße: 9x3 Meter
Thema: Winteranlage

Die Lippstädter Eisenbahnfreunde haben mit einem Aufwand von über 2.000 Baustunden eine bezaubernde Winterlandschaft geschaffen, durch die sie Ihre Züge steuern. Die Anlage wurde ausschließlich für Ausstellungszwecke gebaut. Auf einer eingleisigen Nebenstrecke im Mittelgebirge verkehren acht Züge vollautomatisch über Relais und Schaltgleise gesteuert im Gegenverkehr.

Die Anlage wird digital betrieben und mit einem Fahrgerät der neusten Generation gesteuert (ESU Command). Im vorderen Bereich befindet sich ein Kopfbahnhof, in dem - unabhängig vom Streckenbetrieb - rangiert werden kann. Der Geländebau wurde mit Gips und Drahtgewebe realisiert, der Schnee besteht aus Gips, Dispersionsfarbe „Schneeweiß“ und Glasdiamantin.

Spur H0
Modelleisenbanclub Waiblingen e.V.
Anlagengröße: 19x5,5 Meter
Das Thema: Der Waiblinger Bahnhof anno 1980

Der Waiblinger Bahnhof anno 1980 ist als Trennungsbahnhof ausgebildet. Ab Waiblingen führen zwei Bahnstrecken getrennt weiter. Die Murrbahn und die Remsbahn. 80 Meter Gleise und 37 Weichen wurden verbaut. Die Weichen werden über Servos langsam und vorbildgerecht gesteuert. Die Anlage ist digitalisiert. Bei der Landschaftsgestaltung haben sich die Erbauer möglichst nah am Original orientiert. Alles, was sich im direkten Umfeld der Gleisanlagen befindet, ist im Original leicht wiederzuerkennen. Auch das Vereinsheim hat auf der Anlage seinen richtigen Platz gefunden. Nur das Bahnhofsgebäude stammt noch aus der Zeit bis 1980 – für den S-Bahn-Bau wurde es abgerissen.

Spur: N
„Die 160er“, Gablitz (Österreich)
Anlagengröße: 26x5 Meter
Thema: Modulanlage in Spur N

Unter dem Namen „die 160er“ hat sich eine Gruppe begeistertet Modellbahner gefunden, die Ihre Leidenschaft zur Spur N gemeinsam leben. Die Spur N entspricht dem Maßstab 1:160. „Die 160er“ haben eine eigene Modulnorm entwickelt, die allen Ansprüchen des modernen Eisenbahn-Anlagenbaus gerecht wird und von Einsteiger und Experten leicht nachvollzogen werden kann.

Spur: TT
TT-Club Bayern
Anlagengröße: 12x6 Meter
Thema: Bahnhof Kamenz/Sachsen und Umgebung

Die Modulanlage des TT-Club Bayern besteht seid nunmehr 15 Jahren und ist seit dem auf eine Modulgröße von 30 Modulen zweigleisig und auf 10 Module eingleisig angewachsen. Gefahren wird nach dem klassischen Hundeknochenprinzip mit Kehrschleifen an den Enden. Die Module sind keinem konkreten Vorbild nachgestaltet, haben jedoch zwischenzeitlich einige maßstäbliche Gebäude bekommen. Dazu zählen das Empfangs- und die Nebengebäude des örtlichen Bahnhofes des TT-Clubs, die die Gebäude des Bahnhofs Kamenz/Sachsen nachbilden. Auch die Gebäude der auf unserer Wende(l)schleife nachgebildeten LPG aus der ehemaligen DDR entsprechen real vorhanden Gebäuden. Sie wurden mit weiteren Gebäuden ergänzt und bilden ein Stück Kindheitserinnerung des Modul-Erbauers nach.

Spur: TT
Projekt: „ 4 Schulen in Deutschland bauen eine Modellbahnanlage“
Anlagengröße: 5,5x2,2 Meter
Das Thema:  Von Auhig nach Tillgen

Diese Gemeinschafts-Modellbahnanlage in Spurweite TT wurde innerhalb von nur einem Jahr von vier Schulen in Deutschland  erbaut. Am Bau beteiligt waren Schülerinnen und Schüler folgender Schulen: 16. Mittelschule der Stadt Leipzig, Maria-Ward-Gymnasium Günzburg, Thomas-Mann-Gymnasium Stutensee und Heinrich-von-Kleist-Gymnasium Bochum.

Das Thema der Ovalanlage ist eine eingleisige Hauptbahn, von der im Bahnhof „Auhig“ eine eingleisige Nebenbahn zum Endbahnhof „Tillgen“ abzweigt. Der Übergang von der Epoche 3 zur Epoche 4 bei der Deutschen Reichsbahn bildet den Zeitrahmen. Gesteuert wird mit dem Lenz-Digital-plus-SystemBetriebsmittelpunkt der Anlage ist der kleine Abzweigbahnhof Auhig. Von dort führt die Strecke der Hauptbahn links herum im Bogen leicht ansteigend zur Brücke über die Nebenbahn. Dann fällt die Strecke wieder ab und führt in einen Tunnel, in dem sich der fünfgleisige Schattenbahnhof befindet. Nach dem etwa drei Meter langen Tunnel führt die Strecke weiter im Bogen durch ländliches Gebiet und überquert auf einer Blechträgerbrücke einen kleinen Fluss. Nachdem der „Pöhlberg“ halb umrundet wurde, gelangt die Strecke, vorbei am kleinen Bahnbetriebswerk von Auhig, wieder in den Abzweigbahnhof. Dort besteht Anschluss an den Zug nach Tillgen.

Im Bogen des linken Anlagenbereichs unterquert die Nebenbahn die Hauptbahn, steigt danach an und erreicht im höchsten Punkt den viergleisigen Endbahnhof Tillgen. Unter diesem Anlagenteil befindet sich der Schattenbahnhof. Eine Maschinenfabrik, ein Güterschuppen und ein eingleisiger Lokbahnhof bieten vielfältige Rangiermöglichkeiten. Im Endbahnhof müssen die Lokomotiven umsetzen, um wieder an die Zugspitze zu gelangen. Dann geht es zurück nach Auhig. In Friedrichshafen wird die Anlage von den Schülerinnen des Maria-Ward-Gymnasiums Günzburg aufgebaut und betreut.

Spur 1
MEV Friedrich List Leipzig
Anlagengröße: 16x5 Meter
Das Thema: Bahnhof „Rißnitz“

Die Anlage mit dem Bahnhof "Rißnitz" ist der Grundstock für den Aufbau verschiedener Anlagenvarianten in unterschiedlichen Größen. Die Anlage zeigt einen fiktiven 6-gleisigen Durchgangsbahnhof an einer 2- oder 1-gleisigen Hauptstrecke. Es besteht die Möglichkeit einer Anbindung einer abzweigenden Nebenbahn und eines kleineren Bahnbetriebswerkes im Inneren der Anlage.

Zum Einsatz kommen alte Fahrzeugen der Anlage aus Potsdam "Neuer Garten" sowie Serienfahrzeuge aller Hersteller und Eigenbauten, überwiegend der Epoche 3 der Deutschen Reichsbahn. Die Anlage wird digital gefahren (Motorola und DCC), die Schaltung der Weichen erfolgt analog. Eine Umschaltung des Fahrbetriebs auf analog ist im Havariefall möglich. Die Landschaftsgestaltung erfolgte mit PUR-Schaum, auf den eine Schicht Papier, dünner Sand und unterschiedlichstes Grünmaterial aufgebracht wurde. Damit wurde eine durchgehende Begrünung der Anlage als Grundlage für die weitere Ausgestaltung erreicht. Die Arbeiten an der Anlage haben 1998 begonnen. Neben den Unterhaltungsarbeiten erfolgt eine ständige Ergänzung der Detaillierung.

Spur: 2
LGB-Freunde Rhein-Sieg
Anlagengröße: 16x4 Meter
Thema: US-Waldbahn-Anlage

Auf der Fläche einer Zweizimmerwohnung (53 m²) zeigt der LGB-Club Rhein/Sieg einen Augenschmaus: Die Anlage einer amerikanischen Logging Railway aus den Zeiten von 1890-1920 im Maßstab 1:20,3.

Der absolute Hingucker ist die monumentale Brücke, die beste Fotomotive bietet. Die Anlage zeigt den kompletten Betriebsablauf einer amerikanischen Waldbahn. Vom Fällen bis zum Transport zu den Sägemühlen ist hier alles detailgetreu nachgebildet. Die Anlage spiegelt die Zeit wider, in welcher die gelenkig konstruierten Shay-Lokomotiven die Wälder der US-Bundesstaaten an der Westküste eroberten. Nur durch den Einsatz von Lokomotiven der Bauarten Shay, Heisler und Climax konnten die Logging Railways tief in die Wälder und auf Höhen vordringen.

Für die 100 Bäume der Anlage wurden Originalstämme neu benadelt. Die Bäume sind steckbar ausgeführt. Die Anlage besteht aus 40 Modulen. Diese sind stapelbar und füllen einen 7,5-Tonnen-LKW. Die Weichen sind Eigenbau, die Schwellen einzeln gesägt und vorgealtert. Die Gleise sind mit 8.000 Rail-Spikes befestigt, die von Hand genagelt wurden.

 

Von: Messe Sinsheim GmbH / Rudolf Ring