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Montag 02. Februar 2009
Märklin kurz vor der Insolvenz? 20 Millionen Verlust im Jahr 2008

Märklin verhandelt derzeit mit den Banken, mehrere Zeitungen melden die drohende Insolvenz, der Verlust im Jahr 2008 soll 20 Millionen Euro betragen, ein Darlehen über 50 Millionen ist am 31.1.2009 ausgelaufen, wir müssen wieder um den Modellbahn-Marktführer bangen - und die Mitarbeiter schon wieder um ihre Arbeitsplätze.

"Märklin steht vor der Insolvenz" meldet Focus, eine erneute Pleite soll drohen und "die Firma soll mindestens 50 Millionen Euro Schulden haben". Der Schuldenberg dürfte weit höher sein, denn laut der "Wirtschaftswoche" soll Märklin allein bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) mit 50 Millionen Euro "in der Kreide stehen". Der Kredit sei zum 31. Januar 2009 ausgelaufen und von der Bank nicht verlängert worden.

Fährt Märklin im Jahr des 150. Jubiläums mit Volldampf in eine furchtbare Pleite?

Laut der Meldungen soll der Verlust von Märklin im Jahr 2008 etwa 20 Millionen Euro betragen. Außer der Landesbank Baden-Württemberg soll auch die Kreissparkasse Göppingen eine Kreditlinie nicht verlängert haben, über die Höhe ist bislang nichts bekannt.

Während in der einen Meldung geschrieben wird, es sei aus dem Weihnachtsgeschäft noch Geld da und das Unternehmen derzeit liquide, steht in einer Meldung von "net tribune", dass die Januar-Gehälter nicht bezahlt worden wären.

Nach Verkauf im Jubiläumsjahr, wie im letzten Jahr noch das Handelsblatt vermutetete, sieht das nicht mehr aus. Vielmehr erinnert es an die Berichte im Frühjahr letzten Jahres, damals soll Märklin vorübergehend nicht mehr zahlungsfähig gewesen sein.

Jetzt scheint es endgültig um das nackte Überleben zu gehen. Wie sanierungsfähig Märklin mit den derzeitigen Strukturen ist, soll die Unternehmensberatung KPMG klären, die derzeit ein Sanierungsgutachten erstellt, das in ca. 2 Wochen vorliegen soll.

Bis dahin wird das wieder einmal neue Märklin Führungsteam - das dritte in nur drei Jahren - auf der Spielwarenmesse in Nürnberg, die vom 5. bis zum 10. Februar auch der Nabel der Modellbahnwelt ist, viele Fragen nach Märklins Zukunft beantworten müssen.

Das letzte Engagement des neuen Märklin Finanzchefs Rainer Nothwang endete in der Pleite, denn er war zuvor Finanzchef und Geschäftsführer des Tankstellenbetreibers Lomo Lorenz Mohr, der im Oktober 2008 Insolvenz angemeldete. Ralf Coenen, der zweite neue im Führungsduo, hat die Verantwortung für die Technik übernommen.

Aber auch er ist mit Unternehmen bestens vertraut, die in die Insolvenz gehen, denn der 47-Jährige war 2008 für wenige Monate im Vorstand des PC-, Monitor und Notebook-Herstellers Maxdata aus Marl, der im Juni 2008 Insolvenz anmelden musste.

Unter den Märklin-Mitarbeitern ist die Unruhe bei derart schlechten Omen nur allzu verständlich. Immerhin war aus Mitarbeiterkreisen zu hören, dass die ausstehenden Gehälter noch diese Woche beglichen werden.

Es bleibt also ein Hoffnungsschimmer, dass die von Märklin angekündigten Jubiläumsmodelle und weiteren Neuheiten 2009 erscheinen werden und die Vorbereitungen im Raum Göppingen für die Jubiläumsfeiern nicht umsonst waren und zu den erhofften Tourismuseinnahmen führen.

 

 

 

Von: MAB