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Samstag 26. März 2016
INTERMODELLBAU: Messevorbericht zur weltgrößten Messe für Modellbau und Modellsport

Vom 20. bis 24. April steht die Messe Westfalenhallen Dortmund wieder im Zeichen der weltgrößten Messe für Modellbau und Modellsport – zum mittlerweile 38. Mal. Der Modellbahn wird traditionell großer Raum eingeräumt, 3D-Drucker und First Person View setzen Trends.

Der Ankündigung, die INTERMODELLBAU werde sich künftig verstärkt um den Nachwuchs kümmern, hat die Messeleitung in diesem Jahr neue Taten folgen lassen. Unter anderem gibt es jetzt ein besonderes Angebot für technisch interessierte Jugendliche, das auch für Schülerinnen und Schüler in den so genannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) interessant ist. Titel: „Zukunft: Technik“.

Dazu gehört beispielsweise das Projekt First LEGO League von Hands on Technology e. V.: Das Förderprogramm führt Kinder und Jugendliche von zehn bis 16 Jahren auf spielerische Weise an Wissenschaft und Technologie heran. So ist die INTERMODELLBAU auch für Jugendgruppen und Schulklassen einen Besuch wert. Sie haben nach Voranmeldung sogar freien Eintritt.

Bei „Zukunft: Technik“ mit dabei ist auch der Bundesverband für Modell- und Formenbau, der über die Ausbildung zum technischen Modellbauer informiert. Denn wer frühzeitig im Hobby-Modellbau durchgestartet ist, bringt für eine Ausbildung an der Nahtstelle zwischen Produktentwicklung und Fertigung die besten Voraussetzungen mit!

Unter der Überschrift „Technische Konstruktionsmodelle“ hat die INTERMODELLBAU einen weiteren neuen Programmpunkt aufgenommen. In Halle 6 sind Modelle ausgestellt, die durch extreme Detailtreue, ausgefeilte Technik und realistische Funktionen beeindrucken.

Zu den technisch reizvollen und innovativen Themen der INTERMODELLBAU 2016 gehört auch der Einsatz von 3D-Druckern im Modellbau. fischertechnik präsentiert auf der INTERMODELLBAU 2016 ein Baukastensystem, mit dem jeder seinen eigenen 3D-Drucker bauen kann.

Weiteres Innovationsthema ist First Person View (FPV), mit dem sich die INTERMODELLBAU in diesem Jahr einmal mehr einem echten Trendthema der Modellsport-Szene widmet. FPV bezeichnet die Möglichkeit, Fahrten oder Flüge eines Modells per Kamera aus der Ich-Perspektive, also der Sicht des Fahrers oder Piloten, wahrzunehmen. Der technische Aufwand für die Hobbykapitäne, -fahrer und -piloten ist relativ gering. Mit FPV lässt sich die Welt von oben betrachten, ohne einen Flieger besteigen zu müssen. 

Eisenbahnmodellbau in den Hallen 4 und 7

In den Hallen 4 und 7 zeigt der Modellbahnverband in Deutschland (MOBA) 30 Anlagen aus fünf verschiedenen Ländern, von denen 15 erstmals überhaupt auf einer Messe in Deutschland zu sehen sind. Die Motive sind vielfältig. Deutsche Landschaften sind auf den Anlagen genauso zu sehen wie Norwegen oder Szenen aus den USA. Reale Vorbilder haben auch das 0e-Modell der Stadtoldendorfer Gipsbahn und eine Anlage mit dem Bahnhof vor dem Lübecker Holstentor (1851-1908). „Marja’s Fantasy Park" hingegen ist ein erfundener Vergnügungspark, der auf einer Anlage aus den Niederlanden mit Modellbahn-Zügen angefahren wird.

Eine Fortsetzung erleben die Aktionsflächen Modellbahn Interaktiv in Halle 4 und das Expertenforum Modellbahn in Halle 7. Modellbahn Interaktiv wendet sich an Einsteiger und Wiedereinsteiger, Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen. Hier kann man die ersten handwerklichen Schritte im Eisenbahnmodellbau tun oder sich auch einmal an der Zugsteuerung versuchen. Aussteller, Verbände und Akteure der INTERMODELLBAU wie Märklin, Auhagen, Wachstädt, Faller, Noch, Viessmann, Kibri, Vollmer, der Bundesverband Deutscher Eisenbahn-Freunde e.V. (BDEF), der Modellbahnverband in Deutschland e.V. (MOBA) und das Annette-von-Droste-Hülshoff Gymnasium Dülmen unterstützen die Aktionsfläche. Das Expertenforum Modellbahn hingegen versorgt erfahrene Modellbahner durch Vorträge mit Fachwissen. 

Der Modellbauer Rolf Böhm aus Recklinghausen entführt die Besucher der INTERMODELLBAU 2016 in die Welt des Circus, eines Freizeitparks und in verzauberte Miniaturlandschaften. Als Neuvorstellung präsentiert er ein Modell, das die Landung von Christoph Kolumbus in Amerika in Szene setzt: Auf einer Modell-Freilichtbühne werden Szenen mit Figuren aus dieser Zeit dargestellt. Eingebunden ist das Modell mit gastierenden Circussen, einem Freizeitpark mit seinen Fahrgeschäften sowie einer Burganlage mit traditionellen Ritterspielen und einem Nachbau in Anlehnung an die Schlossanlage Weißenstein im Landkreis Bamberg in eine zirka acht Meter lange Modellbahnanlage im Maßstab 1:87. Die Ausstattungen sind handgefertigt und in dieser Form im Handel nicht erhältlich.

Marja’s Fantasy-Park in 1:87

Marja’s Fantasy Park ist ein fiktiver Vergnügungspark, der auf einer Anlage aus den Niederlanden mit Modellbahn-Zügen angefahren wird

 

MOBA, Bier und Lokomotiven

Die Modelleisenbahn-Hersteller zeigen sich mit Blick auf 2016 optimistisch. Zwar gibt es laut Karl-Friedrich Ebe vom MOBA Modellbahnverband in Deutschland e.V. in den Modellpaletten nur wenige bahnbrechende Neuerungen. Doch besonders Hersteller von rollendem Material wie Lokomotiven und Waggons sind nach leichten Rückgängen im vergangenen Jahr zuversichtlich, im laufenden Jahr wieder Umsatzsteigerungen zu verzeichnen.

2016 jährt sich der Erlass des deutschen Reinheitsgebotes für Bier zum 500. Mal. Für gleich mehrere Hersteller bietet das Jubiläum willkommenen Anlass, Vorbilder aus der realen Welt ins Modell zu überführen. Der Hersteller Roco beispielsweise hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG und DB Regio Bayern eine so genannte Botschafterlok mit einem vielfarbigen Motiv der österreichischen Designerin Gudrun Geiblinger gestalten lassen. Die Sonderlackierung der Lokomotive 111 123 zeigt verschiedene Motive rund ums Bier und wird mehre Jahre im Einsatz bleiben.

Ein entsprechendes H0-Modell wird Roco ab Juni im Sortiment führen. Der Hersteller Märklin nimmt anlässlich des Jubiläums einen dreiteiligen Modellbausatz im Maßstab 1:87 aus durchgefärbtem und lasergeschnittenem Architektur-Hartkarton ins Programm auf, der mit der bayerischen Weihenstephan-Brauerei die älteste Brauerei Deutschlands darstellt. Und auch die Firma Busch bietet mit zahlreichen Gebäuden und Fahrzeugen aus der Themenwelt Bier neues Zubehör für Modellanlagen.

Karl-Friedrich Ebe zufolge ist eine wachsende Anzahl an Herstellern in der Lage, immer detaillierteres Zubehör zu bauen, weshalb das Angebot an kleinen Modellbahnanlagen am Markt zunimmt. Der Vorteil für den Kunden liegt beim geringeren Flächenbedarf im heimischen Hobbyraum. Im Gegensatz dazu werden im Rahmen der INTERMODELLBAU in Dortmund auch 2016 wieder Großanlagen aus fünf verschiedenen Ländern zu sehen sein. Die beiden Anlagen in den Baugrößen Spur I und Spur IIm erreichen dabei Ausmaße von 112 beziehungsweise 208 Quadratmetern. Fazit: Ein Paradies für Hobby-Eisenbahner.

Von: Pressemeldungen INTERMODELLBAU / Redaktion