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Freitag 30. Dezember 2022
"Die Untere Ruhrtalbahn" - endlich die zweite Auflage lieferbar

Durch Corona und die Papierkrise hat es gedauert - aber nun ist die zweite Auflage von "Die Untere Ruhrtalbahn" lieferbar! Mit dem Buch lassen die Autoren Martin Menke und Rudolf Ring die Erinnerung an dieses historische Eisenbahn-Kleinod auf der Strecke von Mülheim-Styrum nach Essen-Kettwig wieder aufleben. Und tatsächlich, in der historischen Alten Dreherei fährt die Untere Ruhrtalbahn wieder – als Modelleisenbahn im Maßstab 1:87.

Die Entwicklung Deutschlands zu einer führenden Industrienation war und ist bis heute eng mit der Geschichte und dem Betrieb von Eisenbahnstrecken verknüpft. Historisch spielten dabei auch Flüsse eine große Rolle und es wundert daher nicht, dass Bahnstrecken in vielen Fällen einem Flusslauf folgen. Das trifft auch auf die Untere Ruhrtalbahn zu, die von Mülheim an der Ruhr im westlichen Ortsteil Styrum bis nach Kettwig führte, heute der südlichste Ortsteil von Essen, der Stadt im Zentrum des Ruhrgebiets.

Mit dem vorliegenden Buch in der zweiten, erweiterten und aktualisierten Auflage erinnern die Autoren mit Daten und über 150 Bildern, Geschichte und Geschichten an diese historische Bahnstrecke, die bis heute viele Spuren hinterlassen hat. Dies ist kein Wunder, denn die Untere Ruhrtalbahn gehörte für Jahrzehnte zu den Lebensadern des Ruhrgebiets, schließlich war keine zweite Region Deutschlands derart von der Industrie geprägt wie das Ruhrgebiet. Der Transport von Menschen und Gütern in Ost-West-Richtung auf dem Schienenweg entlang der Ruhr entwickelte sich zu einem Verkehrsträger, der in den Zeiten vor dem Individualverkehr Unternehmen genauso wie Privatreisenden wirtschaftlichen Nutzen, berufliche und private Mobilität ermöglichte.

Am Beispiel der Geschichte der Untere Ruhrtalbahn zeigte sich die Entwicklung von einer Chaussee über’s Land hin zu einer zweigleisigen Hauptstrecke mit Personen-, Industrie- und Stückgutverkehr, die zurückgestuft zur eingleisigen Nebenbahn wurde und deren Streckenverlauf heute als Rad- und Wanderweg von Erholungssuchenden genutzt wird.

Damit teilt die Untere Ruhrtalbahn das Schicksal vieler Klein- und Zwergbahnen, bei denen dieselbe Entwicklung zwischen dem zunehmenden Individualverkehr auf der einen Seite und dem Schwerlastverkehr auf der Straße andererseits ihre Rolle als wirtschaftliches Transportmittel verloren haben.

Darüber hinaus enthält das Buch als Besonderheit für Modellbau-und Modelleisenbahn-Interessierte eine ausführliche Anlagenbeschreibung des Modells der Unteren Ruhrtalbahn, das die Eisenbahnfreunde Mülheim an der Ruhr stimmig nach dem historischen Vorbild erstellt haben. Die Großanlage ist in der Alten Dreherei Mülheim an der Ruhr regelmäßig in Betrieb zu erleben.

Die Autoren des vorliegenden Buches sind Martin Menke, profunder Kenner der regionalen Eisenbahngeschichte und Rudolf Ring, Buchautor und IT/TK-Technikjournalist auch zu Themen des vorbildnahen digitalen Modelleisenbahnbetriebs. Beide sind Mitglieder im Trägerverein Haus der Vereine in der Alten Dreherei in Mülheim an der Ruhr. Weitere Infos hierzu: www.alte-dreherei.de

 

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Von: Rudolf Ring
 
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