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Mittwoch 28. November 2007
Der Märklin Turmtriebwagen - faszinierende Spielfunktionen für H0-Modellbahner

Mit dem Modell des Märklin Turmtriebwagens beweist der Marktführer aus Göppingen mal wieder, was heute technisch machbar ist

Der Märklin Turmtriebwagen in der Nenngröße H0 (Art.-Nr. 39970)

Der Märklin Turmtriebwagen in der Nenngröße H0 (Art.-Nr. 39970)

Im jetzt lieferbaren H0-Funktionsmodell eines Turmtriebwagens vereint Märklin die phantastischen Möglichkeiten der Mikroelektronik und Mikromechanik. Der 16 cm kurze Triebwagen im Maßstab 1:87 kann mit Hilfe von drei Piezo-Miniaturmotoren realistisch seinen Stromabnehmer und seine Schwenk-Hebebühne bewegen. Zudem lässt sich das Modell auch sehr feinfühlig fahren und verfügt synchron dazu über einen verblüffend echt klingenden Dieselmotor-Sound nebst zahlreichen Zusatzgeräuschen. Göppingen, 29. November 2007. Im Bestreben um eine vorbildgerechte Nachbildung des Zugbetriebs arbeitet Märklin intensiv und kontinuierlich an der Erweiterung der Spielfunktionen. Mit dem seit wenigen Tagen verfügbaren Turmtriebwagen der Baureihe 701 beweist das Göppinger Traditionsunternehmen wieder einmal seine Technologieführerschaft im Bereich der Modelleisenbahn. Das Vorbild dieses Hightech-Multifunktionsmodells in Baugröße H0 (Maßstab 1:87) wurde erstmals 1955 für Installations- und Wartungsarbeiten an Oberleitungen des Streckennetzes der Deutschen Bundesbahn eingesetzt und ist auch heute noch vereinzelt anzutreffen.

Obwohl das Modell nur 16 cm lang ist, konnte Märklin neben einem komfortablen mfx-Sounddecoder einen Funktionsdecoder und drei Miniaturmotoren für die vorbildgerechte Bewegungsanimation integrieren. Dank moderner Piezo-Motorentechnologie lässt sich sowohl der Prüfstromabnehmer als auch die Arbeitsbühne absolut realistisch in Szene setzen. Über eine handelsübliche Digitalzentrale (Märklin-mfx- oder Motorola- Datenformat) kann der "Pantograf" ganz einfach per Tastendruck gehoben oder abgesenkt werden - sanft schnurrend setzt er sich mit Hilfe einer fast unsichtbaren hauchdünnen Nylonschnur in Bewegung. Nach ca. zwei Sekunden hat er jeweils seine Endposition erreicht. Die auf dem Dach des Triebwagens sitzende 52 mal 17 Millimeter kleine Arbeitsbühne wurde ebenfalls maßstabsgerecht ins Modell umgesetzt. Die im Vorbild hydraulisch angetriebene Arbeitsbühne lässt sich elektrisch ausfahren und in beide Richtungen um 90° schwenken. Dank fein dosierbarer Piezomotoren können diese beiden Funktionen realistisch langsam ablaufen. Der Hubweg beträgt 12 Millimeter. Je nach Fahrreglerstellung der Digitalzentrale lässt sich die Hub-und Drehbewegung in einem sehr weiten Geschwindigkeitsbereich einstellen. Beispielsweise dauert eine Drehbewegung der Arbeitsbühne um 90 Grad, je nach Einstellung, zwischen ca. 10 Sekunden und mehr als einer Minute.

Neben diesen drei faszinierenden Bewegungsfunktionen hat Märklin auch die Motorisierung des Turmtriebwagens sehr aufwändig realisiert - zum Einsatz kommt der erst seit Sommer 2007 lieferbare SoftdriveSinus-Motor mit innovativer Schrägstellung des Magnetfelds im 12-poligen Rotor des Motors. Dieser bürstenlose Motor arbeitet nahezu verschleißfrei und hat einen seidenweichen und geräuscharmen Lauf. Angetrieben werden beide Achsen. Eines der vier Räder ist zusätzlich mit einem Haftreifen ausgestattet. Zudem rollt das Modell selbst bei extremer Langsamfahrt mit mehr als zwei Minuten pro Meter (maßstäblich umgerechnet ca. 2,3 Stundenkilometer) ruckelfrei übers Gleis.

Märklin hat bei diesem neuen Modell aber auch für eine eindrucksvolle Geräuschkulisse gesorgt. Der an Bord befindliche mfx-Digital-Decoder produziert auf Knopfdruck einen sehr realistischen Dieselmotor-Sound des Triebwagens, der sich synchron zur jeweiligen Fahrsituation und Geschwindigkeit anpasst. Beim Abbremsen ertönt kurz vor dem Stillstand das Dröhnen der Bremsscheiben. Natürlich lässt sich per Tastendruck auch noch das typische Signalhorn des Triebwagens aktivieren. Aber damit nicht genug, Märklin hat dem Modell fünf typische Baustellengeräusche spendiert. Unabhängig voneinander können eine Metallsäge, das Hämmern, ein Winkelschleifer, das Elektroschweißen und Arbeiten am Schleifbock eingespielt werden. Fast schon selbstverständlich ist schließlich, dass der Turmtriebwagen eine zuschaltbare Stirnbeleuchtung besitzt, die fahrtrichtungsabhängig zwischen zwei roten und drei weißen Lichtern umschaltet.

Das Modell des Turmtriebwagens wiegt 344 Gramm. Das Gehäuse ist weitgehend aus Metall gefertigt. Verfeinert wurde es mit zahlreichen filigran umgesetzten Details aus Kunststoff. So erhielt das Dach beispielsweise Lautsprecher, Scheinwerfer, Antennen, Trittrostflächen und den für dieses Fahrzeug typischen verglasten Ausguck zur Begutachtung der Fahrleitung nebst davor angebrachtem Fangbügel. Zudem wurden sogar die beiden Führerstände detailliert nachgebildet und zu guter Letzt das Schutzgeländer der Arbeitsbühne vorbildgerecht mit einer manuell zu betätigenden Absenkmechanik ausgestattet. Abschließend ist zu bemerken, dass sich für die umfassende feine Bedruckung des Fahrzeugs durchaus ein Blick durch eine Lupe lohnt.

Mit dem Turmtriebwagen hat Märklin wieder einmal eindrucksvoll demonstriert, welch hoher technischer Spielwert heute in einem H0-Modell machbar ist. Das Vorbild mit der Betriebsnummer 701 033-3 wurde 1958/59 gebaut. Es wurde erst am 1.4.2005 ausgemustert. Nicht zuletzt deshalb eignet sich das Märklin-Modell ideal für den Anlageneinsatz in Kombination mit den verschiedensten Fahrzeug-Epochen ab den späten 50er-Jahren bis in die Gegenwart. Das Multifunktionsmodell mit der Artikelnummer 39970 hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 399 Euro und ist ab sofort im Modellbahn- Fachhandel erhältlich.

Die Piezo-Technologie in Märklin-Modellen

Für die faszinierend langsamen elektrischen Bewegungsabläufe des neuen Turmtriebwagens setzt Märklin wie bereits in einigen anderen Modellen sogenannte Piezo-Motoren ein. Bei dieser Technologie wird ein kleines elektronisch geregeltes Piezo-Element in Schwingung versetzt. Mit Hilfe eines 20 Millimeter langen Übertrager-Armes wird dann ein Treibrädchen jeweils um ein paar Mikrometer fortbewegt. Dieses Prinzip ist mit einem Schrittmotor vergleichbar, läuft aber bis zu hunderttausend mal pro Sekunde ab. Die Piezo-Technologie hatte Märklin im Januar 2002 erstmals zum Antrieb eines Stromabnehmers vorgestellt. Im Jahr 2003 kam die Piezo- Technologie beim ersten Lokomotiv-Modell serienmäßig zum Einsatz (ELok der Baureihe 103.1 - Artikelnummer 39579). 2004 wurde der Piezo- Motor dann erstmals in zwei Wagenmodellen integriert (Stromabnehmer eines Speisewagens - Artikelnummer: 42973 - und eines Messwagens – Artikelnummer 49961).

Von: Pressemeldung Märklin