Donnerstag 06. Juli 2023
Sackbahnhof

Modellbahn-Lexikon: Sackbahnhof

Sackbahnhof (Kopfbahnhof) ist ein Begriff aus dem Bereich der Eisenbahn oder Modelleisenbahn. Er bezeichnet einen Bahnhof, an dem eine Strecke endet oder nur eine einzige Strecke angeschlossen ist, ohne dass es eine Weiterführungsmöglichkeit gibt. Anders ausgedrückt ist ein Sackbahnhof eine Art betrieblich gewollte "Sackgasse" im Schienennetz.

Ein Sackbahnhof hat in der Regel nur eine Bahnsteigkante, an der die Züge wenden und ihre Fahrgäste ein- und aussteigen lassen. Es gibt keine durchgehenden Gleise, die den Bahnhof passieren. Die Züge müssen also nach ihrer Ankunft wieder in die Gegenrichtung zurückfahren.

Sackbahnhöfe werden oft in ländlichen Gebieten oder an Streckenabschnitten mit geringem Verkehrsaufkommen eingesetzt. Sie ermöglichen es, auch abgelegene Orte mit dem Zug zu erreichen, ohne dass eine umfangreiche Schieneninfrastruktur benötigt wird.

Beim Vorbild ist der Leipziger Hauptbahnhof zu erwähnen, er ist von der Fläche her der größte Sackbahnhof Europas. Beim Vorbild werden Sackbahnhöfe und Durchgangsbahnhöfe durchaus auch kombiniert, je nach Anforderungen der Streckenplanung.

Für die Planung einer Modelleisenbahn-Anlage spielen Sackbahnhöfe meist eine geringe Rolle, weil eine Durchfahrt einfacher zu organisieren ist. Beispielsweise für eine Regalanlage mit einem Pendelzugverkehr kann ein Sackbahnhof allerdings auch eine geniale Lösung darstellen.

 

Märklin Spielewelt bei Amazon 

 

 

Von: Redaktion
 
Zum Newsletter anmelden Nein danke.