Samstag 12. September 2020
Einspulenantrieb

Modellbahn-Lexikon: Einspulenantriebe werden bei der Weichensteuerung eingesetzt

Weichen mit Einspulenantrieb des japanischen Herstellers KATO beim Gleismaterial "Unitrack" für die Nenngröße N (Maßstab 1:160), deutscher Vertrieb NOCH

Weichen mit Einspulenantrieb des japanischen Herstellers KATO beim Gleismaterial "Unitrack" für die Nenngröße N (Maßstab 1:160), deutscher Vertrieb NOCH

Um Weichen, Formsignale oder Entkupplungsgleise mechanisch zu betätigen, sind Einspulenantriebe (auch Einzelspulenantriebe) eine gängige Methode.

Wie der Name schon sagt, besteht ein Einspulenantrieb aus einer Spule, die um einen Kern gewickelt ist. Der Kern eines Einspulenantriebs besteht aus einem magnetisierbaren Metall, meist wird aus Kostengründen eine Eisenspule eingesetzt.

Im Gegensatz zu einem Doppelspulenantrieb ist ein Einspulenantrieb nur mit einer Wicklung ausgestattet. Einspulenantriebe werden durch das impulsartige Anlegen eine Gleichspannung ausgelöst und können damit zwischen zwei Betriebszuständen umgeschaltet werden.

Dabei bestimmt die Polarität der angelegten Gleichspannung den Betriebszustand, beispielsweise die Lage einer Weichenzunge oder eines Signal-Flügels. Der Schaltvorgang wird durch Umpolung der Polarität umgekehrt.

Vorteil der Einzelspulenantriebe ist, dass sie sehr kompakt sind und auch in der Gleisbettung von Spur-N-Weichen (Maßstab 1:160) noch Platz finden (KATO Unitrack, Tomix). Zudem werden zum Anschluss nur zwei Kabel benötigt. Nachteilig ist bei diesem Elektroantrieb, dass er keine Endabschaltung hat und keine Rückmeldung der tatsächlichen Weichenlage liefert.

Wichtig: Einspulenantriebe dürfen nur mit einem kurzen Stromimpuls gestellt werden, da sie über keine Endabschaltung verfügen. Als Impulsdauer genügt meist schon 0,1 Sekunde. Bei Dauerstrom erwärmen Einspulenantriebe sich und sind nach einiger Zeit defekt.

 

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Von: Rudolf Ring
 
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